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Kreuzbandriss beim Hund

TTA Komplikationen

Implantatversagen was ist das?

Wodurch wird es ausgelöst?

Wie wird es von Professoren und Spezialisten gesehen?

Ein ganz schlauer Spezialist

Der Kreis schließt sich

Chancen auf die Kostenerstattung?

Fazit

Update

RIP Baucis

Tplo Komplikationen

Abschluß

Quaja

Bluttest bei eventuellen Herzproblemen

 Links

IMPRESSUM

 

 

 

Wie wird es von Professoren und Spezialisten gesehen?

Perfer et obdura !
Ertrage und sei beharrlich !   

Aus USA Sicht

Zitat:“ The big problem, which I do believe to be part of the current problem,
is that the cage is placed too high. This needs to rest 2-4 mm below
the level of the proximal extent of the tibia. Currently, it appears to
be 2-4 mm above this level - and it is unstable, as indicated by the
broken caudal screw. I also question the screw purchase cranially, as
there is minimal bone present with this high location to secure this
implant. My guess is that the cage is unstable and causing sufficient
discomfort to cause the lameness. These dogs should be comfortable with
weight-bearing within just a few days.---- cannot comment on the appropriate size of the cage (you said 12 mm),
but from what I see, perhaps a 9 mm would have been sufficient. This,
however, is just a guess based upon the relative size of implants that I
see on your XRs. If you change the cage, I would simply place a 9 mm
cage within the gap into a lower position - ”
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Nächste:” let me make some comments and give you some pointers
1) yes, the cage is too high, and the angle for the caudal cage screw is too distal-this could have allowed for some motion, and thus breakage-
2) the cranial cage screw is too proximal-I'm surprised that this held-
3) this procedure doesn't remove cranial drawer-it stops cranial tibial thrust during wt bearing- drawer is a passive evaluation for diagnostics only
4) that cage size seems too large for a dog this size,

TIps:
1) when measuring the cage length from medial to lateral, rotate the osteotomized tuberosity laterally-this will expose the proximal tibia-now just lay the appropirate width cage across the site, and see what you need- now slie it distall 3-4 mm-it'll always look more distal than it is when you are done- then use your pointed reduction clamp to hold things in place
drill the caudal cage screw on slightly distal, and at a craniomedial to caudolateral angle, aiming at the fibular head or just below”
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Die Dritte:” The cranial hole of the cage should be behind the first hole of the tension band plate, such that the cage is about 4 mm distal from the top of the tibial plateau. Your cage in this film appears to be too high. The screw in the caudal hole breaks when there is too much torque on it, try aiming the screw more cranially without binding the long digital extensor tendon.

 

Aus Europäischer Sicht

 

„Durch übermässige, unkontrollierte postoperative Belastung kann es zum Versagen der Implantate, sprich Plattenbruch oder Schraubenbruch kommen.“

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Implant failure in the general field of internal fixation occurs at a rate of 1-2%.

TTA would not be an exemption.

Many factors can contribute to a failure including those related to implants design and manufacturing, surgical application and a number of patient related issues.

In the veterinary field the impact of the patient is even more difficult to account for than in human due to e.g. size of animals, their activity in general and specifically in post operative period.

We do our very best to test our products before releasing them for general use and we do rely on the very best producers of orthopedic implants.



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Qui tacet, consentire videtur
„Wer schweigt, scheint zuzustimmen“

 

Professoren Sicht

meine Fragen einfach gestellt und mit Ja oder Nein zu beantworten, also diesbezüglich 3 Worte zu schreiben!

kann man sagen an, Hand der Röntgenbilder, ob es sich um eine fehlerhafte Verbringung der Implantate handelt ?


Des weiteren würde ich gerne wissen ob die Röntgenbilder Post Op hinsichtlich der 90° Schwenkung vermessbar sind.


Ob eine Vermessung des anderen Beines, hinsichtlich der Plazierung, anerkannt währe und ob das bei Ihnen möglich währe, im Falle.
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Die Antworten


zu der bei Ihrem Hund
durchgeführten Methode liegen in unserer Hochschule (wie auch an den anderen
Hocschulen  ++++++++++++  nach meinem Kenntnisstand) keine eigenen Erfahrungen vor,
deshalb sind auch keine gutachterliche Aussagen über Fehler etc. möglich.

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vielen Dank für das Vertrauen, dass Sie mir in Form Ihrer Anfrage
entgegenbringen. Es tut mir leid, Ihnen zu vorliegendem Fall keine
kompetente Meinung abgeben zu können, da ich zur Behandlung von
Kreuzbandschäden keine TTAs durchführe. Aufgrund meiner extrem positiven
Erfahrungen mit der TPLO habe ich bisher auch keinen Grund gesehen, letztere
Methode zu verlassen und Fachkurse, die zum Erlernen der TTA nötig sind, zu
besuchen. So konnte ich die mir dankenswerterweise übermittelten Kommentare
nur interessiert lesen.

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Da ich mit diesem Verfahren nur am Rande
>> beschäftigt bin, fühle ich mich nicht kompetent genug.


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Ich habe daher keine persönlichen praktischen Erfahrungen


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ich fürchet, dass ich persönlich Ihnen da nicht helfen kann, da Ihre Fragen nur von einem mit
> dieser Methode vertrauten Chirurgen beantwortet werden können.

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da wir in unserem Hause die hier benutzte Operationsmethode (TTA) nicht
> durchführen, liegen auch keine praktischen Erfahrungen vor. Ich kann und
> möchte mich daher zu den gestellten Fragen nicht äußern.


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Liebe Frau Sattler - ich bin auf Physiotherapie und nicht auf Chirurgie spezialisiert und fühle mich leider nicht in der Lage Ihre Anfrage seriös zu beantworten.
>
> Tut mir leid Ihnen da nicht weiterhelfen zu können.

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ich bin mit der bei Ihrem Hund angewandten Op-Technik( TTO)  nicht vertraut
und kann darum nicht begutachten, ob und inwieweit hier Fehler gemacht
wurden.
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Gerichtlich bestellte Sachverständige sind auch nicht mit allen Techniken vertraut sondern bringen nur den Sachverstand in Gutachten ein. Das kollegiale verhalten nach dem Motto :"Einigkeit macht stark in guten wie in schlechten Zeiten " ist aber wirklich bewundernswert muß ich sagen, da gibt es nicht viel vergleichbares.

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Ein "kleiner" TPLO Arzt hat sich dann getraut seine Sicht der Dinge abzugeben 

Und richtig, ich operiere nicht TTA, sondern TPLO, also alles unter
Vorbehalt. Trotzdem auch richtig, dass man natürlich etwas weiss über
generelle Regeln bei bestimmten OPs, dazu gibts schliesslich Publikationen. Anmerkung: Wissen Professoren das nicht das es generelle Regeln gibt bei bestimmten Ops oder lesen sie nicht?


1. Die Cage-Grösse kann man nur am Original-Rx ausmessen mit der
TTA-Schablone von Kyon. Aber ich stimme den Kollegen aus USA zu, dieser
Cage dürfte wohl zu gross sein und der 9er wohl passender. 6er Fork und
12er Cage ist wohl auch ungewöhnlich, normal würde wohl 7er oder 8er
Fork, also die grössten, zu einem 12er Cage kombiniert werden.

2. Dass die Lage des Cage zu weit proximal ist, daran gibt es nichts zu
diskutieren, das ist klar und auch in Publikationen mit ähnlichen
Beispielen als falsch dargestellt. Die Kollegen aus USA sind hier ja
auch eindeutig mit ihrer Beurteilung.

3. Damit ist es für die craniale - vordere - Schraube des Cage
unmöglich, noch auf einen Knochen zu treffen, sie liegt also "hohl" im
Weichteilgewebe oder streift den Knochen maximal. Das ist
selbstverständlich nach allen Regeln der Osteosynthese falsch. Anm.: Das ist falsch den sonst währe, logischer weise, das Weichteilgewebe ausgerissen ( der weg des geringsten Wiederstandes ) 


4. Somit fehlt dem System sowohl die Haltekraft der vorderen Schraube
als auch eine guter Teil der "Einklemmwirkung" des Cage zwischen Crista
tibiae und Tibia selbst. Als muss die hintere Schraube viel mehr
Krafteinwirkung tragen, als für die sie gebaut ist, und bricht dann als
ganz normale Konsequenz. Evtl extremere Winkelungen dieser hinteren
Schraube wie von den am. Kollegen beschrieben verstärken die Problematik
sicherlich.

Das hat nichts mit "Überbelastungen" von seiten des Tieres/Besitzers
postOp zu tun. Bei Implantatversagen ist zu > 90% der Chirurg schuld
durch Fehler bei der Wahl oder der Einbringung der Implantate. Das ist
so, und beim Eintreten dieses Falles muss man halt nun mal
selbstkritisch genug sein und genau das bei sich selbst hinterfragen.
Eine Beschuldigung des Besitzers "er hätte den Hund halt zu viel tun
lassen" ist oft eine sehr faule Ausrede. Nicht immer, es gibt natürlich
echte Traumata postop, Treppenstürze, Katzenjagden etc., aber oft.

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und ein weiterer hat es ebenfalls gewagt sich einer Meinung anzuschließen

Vielen Dank für Ihre ausführlichen Informationen. Prinzipiell schließe ich
mich der Meinung der amerikanischen Kollegen an, dass der Sitz des Cages zu
weit proximal ist. Doch muss ich betonen, dass ich in meiner Praxis eine
andere Operationsmethode präferiere, da ich mit dieser sehr gute Erfolge
habe. Ich rate Ihnen, sich mit Ihrer Anfrage an einen gerichtlich beeideten
Sachverständigen zu wenden, der Ihnen - auch im Hinblick auf ein mögliches
gerichtliches Vorgehen - eine dementsprechende Stellungnahme abgibt.

Univ. Doz. Dr. xxxxxxx Diplomate ECVS

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Noch einer mit einer eigenen Meinung

vielen Dank für Ihre mail. Vorweg möchte ich feststellen, dass die Röntgenbilder nur bedingt auswertbar sind, auch hinsichtlich des gewünschten Winkels des Kniescheibenbandes zum Tibiaplateau. (Band nicht sichtbar) Grundsätzlich sehe ich es gauso wie Sie, dass die Cage doch etwas zu gelenksnahe plaziert ist, die Knochengrenze wird deutlich überragt.  Auf einer Aufnahme ist auch eine Implantatspitze Richtung Kniescheibenband sichtbar, die könnte dieses durchaus auch irritieren. Wie gesagt, genau ist es für mich leider nicht ersichtlich.  Aufgrund der gelenksnahen Posistion erscheint mir persönlich die Cage aber doch zu überdimmensioniert zu sein, und den Ansatz des Bandes an der Tuberositas zu "stören".

 

Die gerichtlich beeideten Sachverständigen sind ja zum größten Teil die Profs. der Unis, dadurch  diese "Sprachlosigkeit"???
Cornix cornici numquam oculos effodit.

 

Lesen Sie dazu weiter bei "Der Kreis schließt sich ".

 

 

 

 

 

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